Portait Steven Weisbach

Enthusiasmus, Leidenschaft und die Tatsache, uns für bestimmte Dinge begeistern zu können, sind uns nicht angeboren. Vielmehr entstehen sie aus den verschiedensten Erfahrungen und Begegnungen, die uns im Laufe unseres Lebens zuteil werden. Oft reicht ein simples und wahlloses Ereignis, um wieder etwas völlig Neues in uns zu entdecken.

So ging es auch Kumpel Steven aus Leipzig. Eine Sportverletzung im Sommer 2016 mit einer langandauernden Krankheitsphase legte erstmal alles auf Eis. Mit Sport und Anstrengung sollte es das für die kommenden Monate erstmal gewesen sein. Aber irgendeinen Ausgleich brauchen wir alle. Und den muss sich jeder von uns selbst suchen.

Schöne Orte und tolle Fotos waren für Steven schon seit Längerem nicht ganz uninteressant. Was lag also näher als sich die erste Kamera zu kaufen und erste Gehversuche zu starten? Gesagt, getan! Die Freizeitgestaltung bekam nun wieder Form und Farbe. Im ersten Schritt wurden Insekten zum Objekt seiner Begierde. Und wer Steven kennt und sich nun einmal kurz vorstellt wie dieser Kerl über grüne Wiesen springt und Grashüpfer und Bienen fotografiert, der kippt wie ich vor Lachen wahrscheinlich fast aus den Latschen.

Steven Weisbach die ersten Fotos

Vor lauter Aufregung durch all die bunten Wiesenbewohner landete der Fokus anfänglich auch nicht immer da wo er sollte. Aber: Übung macht bekanntlich den Meister. Nach einem kurzen Intermezzo mit Marienkäfer und Co. galt Steven’s Versunkenheit letztendlich aber doch etwas anderem. Der Mensch in freier Natur, dramatische Landschaftsszenen und der Inbegriff des Abenteuers. Das ist es! Ab nun an begann er, die Wälder und Berge um seine Heimatstadt Marienberg sowie den nahe gelegenen Nationalpark Sächsische Schweiz zu erkunden und seine Skills zu entwickeln.

Steven Weisbach Herbststimmung

Es folgten Trips nach Garmisch-Partenkirchen und in die Schweiz. Um seiner Kreativität jegliche Grenzen zu nehmen musste vor allem dringend eine Drohne her. Nun waren Blinkwinkel möglich von denen er früher nur träumte. Die Fotografie bescherte Ihm mehr und mehr Freude am Wandern, Campen und der Zeit unter freiem Himmel. Über Instagram lernte Steven in den vergangenen Monaten eine Menge Gleichgesinnter kennen und wurde rasch Teil der wohl populärsten Community für Fotografen, Kreativköpfe, Abenteurer und Reisende.

Blick vom Balkon auf die Dolomiten

„Bei Instagram steht für mich der soziale Gedanke im Vordergrund. Ich möchte Menschen kennenlernen, mit ihnen interagieren, Wissen und Informationen austauschen und gemeinsame Ausflüge unternehmen. Das ist denke ich der Grundgedanke, und der ist mir wichtig.“

Hierdurch wurde einer von Steven’s Träumen bereits ziemlich früh erfüllt – ein Road Trip durch Island. Zusammen mit Frauke Hagen, Marvin Kuhr und Jonas Skorpil, die er alle über Instagram kennenlernte, ging es für 5 Tage in eines der abgelegensten, außergewöhnlichsten und zugleich schönsten Länder unserer Erde. Und mit so einer coolen Bande im Gepäck – was kann da noch schief gehen?

Flugzeugwrack und Strand auf Island

Da es während der Sommermonate auf Island auch nie so richtig dunkel wird, herrschte auf diesem Road Trip ein besonders straffes Programm: Ordentlich Schlafentzug und Fotografieren bis die Finger bluten! Aber es zahlt sich ja doch immer wieder aus. Mit seinen Fotos aus Island gelang Steven auf Instagram sein persönlicher Durchbruch. Sein wohl bekanntestes Foto vom Skógafoss ging völlig durch die Decke und wurde massenhaft geteilt. Seitdem ziehen seine Aufnahmen herdenweise Leute an.

Skogafoss Drone Shot Steven Weisbach

„Das lag wohl an der Perspektive“, meinte er. „Die Leute interessieren sich für bekannte Motive aus noch nie da gewesenen Blinkwinkeln.“

Durch seine tolle Arbeit wird Steven zukünftig noch viele von Euch zu neuen Abenteuern bewegen, da bin ich mir sicher! Mit Filmmaterial und eigenen Blog-Beiträgen wird er sein Repertoire außerdem noch einmal erweitern. Man darf also gespannt sein!

Apropos: Plant hier zufällig jemand einen Trip auf die Färöer Inseln? Steven war kürzlich für ein paar Tage dort und kann Euch sicher den ein oder anderen Tipp geben. Seine Fotos vom Trip gibt’s wie gewohnt auf Instagram. 

Springende Person vor Skogafoss

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Ronny
Mag Menschen, die lächeln wenn es regnet. / @ronnyfri