Auf der Straße in Norwegen

„Powered by Nature“. Mit diesem Slogan wirbt die norwegische Touristenbehörde für ihr Heimatland. Besser könnte man es nicht auf den Punkt bringen. Nicht nur weil Norwegen einen landschaftlich vom Hocker reißt, sondern weil die Menschen hier tatsächlich noch im Einklang mit ihrer wunderbaren Natur leben. Hier hält es niemanden im Haus. Natur macht uns einfach glücklich! Laut einer Studie internationaler Fachleute zufolge, ist Norwegen auch das Land, mit den weltweit am glücklichsten Menschen. Angeln, Bergsteigen, Camping, Wandern – unzählige Outdoor-Aktivitäten warten hier an so gut wie jeder Ecke. Ein Land für Abenteurer und Entdecker, welches jeden seiner Besucher mit atemberaubenden Landschaften, einer großartigen Wildnis und dem Gefühl der absoluten Freiheit belohnt.

Auf dem Skomakarnibba in Norwegen

Schon auf dem Weg von Thüringen nach Dänemark gab uns Mutter Natur einen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Tage erwarten würde. Regen und Nebel saßen quasi vom ersten Tag an auf der Rücksitzbank und sorgten für allerhand Unterhaltung. Sonne und Schönwetter hingegen hatten sich diesen Sommer eine kleine Auszeit gegönnt und sich vermutlich auch über den Inhalt unserer Rucksäcke köstlich amüsiert. Tank Tops und kurze Hosen dienten diese Tage lediglich als Handtücher. Aber was wäre Norwegen ohne launisches Wetter. Das gehört hier einfach dazu. Gerade für uns als begeisterte Fotografen bringen Schlechtwetter und Nebelschleier unglaublich viel Stimmung vor die Linse und bescheren magische Momente, welche den Anmut der nordischen Szenerie nicht besser zum Ausdruck bringen könnten.

Fotografieren am See in Norwegen

Vollbepackt mit Ausrüstung und Lebensmitteln fuhren wir in Kristiansand an der Südküste Norwegens von Board der Fähre. Da es mittlerweile schon 2 Uhr morgens war, bemühten wir uns direkt um ein gemütliches Plätzchen zum Schlafen. Am Rand einer Siedlung fand sich irgendwann ein recht netter Parkplatz. Wir krempelten den Kofferraum um und verschwanden für ein paar Stunden in unseren Schlafsäcken. Nach einem kurzen Halbschlaf hieß es dann endlich: Ab auf die Straße und . . .

Norwegen entdecken!

Umso weiter wir fuhren, umso grandioser wurde der Ausblick. Mit jedem Kilometer hat uns Norwegen ein Stück mehr beeindruckt. Und das Schönste dabei: Wir waren frei. Keine bereits gebuchten Hotels die darauf warteten, dass wir endlich einchecken. Keinen Zeitdruck den nächsten Ort zu erreichen und keine Sorgen darüber, wo wir als nächstes etwas zu futtern bekommen. Wir hatten alles dabei und konnten tun und lassen was wir wollten. Und dafür liebe ich Road Trips. Für mich gibt’s nichts Vergleichbares.

atemberaubende norwegische Landschaft

Wenn du bereit bist auf ein wenig Komfort zu verzichten, bietet dir ein Road Trip dieser Art das mit Abstand faszinierendste und spannendste Reiseerlebnis. Plane nicht alles bis ins Detail durch. Lass deinen Lonely Planet zu Hause und fahr einfach mal drauf los. Und wenn alles schiefzugehen scheint, bloß nicht auf den Gedanken kommen umzudrehen. Denn dann beginnt das wahre Abenteuer. Es wird nunmal nicht das 3-Gänge Menü im besten Restaurant der Stadt sein, an das du dich erinnern wirst. Vielmehr wird es der eiskalte Bergsee sein, in dessen kristallklares Wasser du nach 5 Tagen ohne Dusche springst. Oder der Überfall von tausenden, winzigen „Knott’s“, die dich zwingen dein Camp aufzugeben und davon zu rennen.

kurzer Stopp am Straßenrand in Norwegen

Blick ins Tal Trollstigen

Wo es uns überall hintrieb und was in Norwegen sonst noch so passierte, dass erfährst Du im nächsten Teil. In der Zwischenzeit findest Du drüben bei @tyrosize weitere Fotos vom Trip. Einfach mal stöbern. Stay tuned!

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Ronny
Mag Menschen, die lächeln wenn es regnet. / @ronnyfri