HARZ MOUNTAINS TEASER

Ich bin immer wieder begeistert, was für gute Freunde ich durch Plattformen wie Instagram gewonnen habe. Durch die gemeinsame Begeisterung fürs Fotografieren und Erkunden kommt man schnell ins Gespräch, tauscht sich aus und lernt sich kennen. So auch vor einigen Wochen. Über gemeinsame Freunde kam ich in Kontakt mit weiteren Leipziger Fotografen, darunter Tobi und Michi.

Es dauerte nicht lange, da fragten die beiden mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihnen loszuziehen und ein paar Bilder zu schießen. So traf ich mich darauf hin persönlich mit Michi bei einem Bier, um eine Route auszuarbeiten, zu planen und sich kennenzulernen. Letztendlich entschieden wir uns für einen Trip in den Harz. Gesagt, getan.

In aller Frühe trafen wir uns also zum Tag der Deutschen Einheit vor einem Burger King im Herzen Leipzigs. Auch wenn man es mir zu dieser Uhrzeit wahrscheinlich nicht angesehen hat, hatte mich die Abenteuerlust schon wieder gepackt! Nachdem alle eingetroffen waren, lernte ich nun auch Tobi persönlich kennen. Außerdem hatte sich Michi´s Freundin Josie entschieden, uns zu begleiten und uns als Model für die Bilder zu dienen. Noch im Dunkeln packten wir alle Sachen ins Auto und machten uns auf gen Harz.

Morgenlicht im Naturpark Harz

Schon aus dem Auto heraus klebten wir mit unseren Blicken an den Bergen, die sich so langsam um uns herum aufbauten. Das Wetter versprach typisch herbstlich zu werden – düster und windig, aber absolut passend zu dieser magischen Kulisse. Für unseren Ausflug hatten Michi und ich uns einige Spots ausgesucht, die wir nach und nach abklappern und am jeweiligen Ort noch etwas erkunden wollten. Der erste Stopp im Harz war die Roßtrappe. Nicht lange nach Sonnenaufgang standen wir als Erste auf den mächtigen Felsen und genossen die Aussicht ins Tal. Dieser Ort hat ohne Frage etwas märchenhaftes!

Harz Gebirge Blick von der Rosstrappe

Nachdem wir die Umgebung erkundet hatten und die ersten Touristengruppen kamen, machten wir uns auf die Suche nach einem frischen Kaffee. Die Suche gestaltete sich auf Grund des Feiertags als sehr schwierig. So landeten wir nach dem Durchstreifen sämtlicher Dörfer und Städte schlussendlich bei McDonalds. Naja, wenigstens gab es Kaffee.

Anschließend machten wir uns gleich auf zum nächsten Spot – den Großen Sandsteinhöhlen. Auf dem Weg dorthin streiften wir durch den Wald und schossen ohne Ende Fotos, als das morgendliche Licht durch die Baumwipfel krachte. Einfach gigantisch! Dieser Moment stellte sich für mich als kleines Highlight des Trips heraus, auch wenn, oder gerade weil es keiner der touristisch erschlossenen Orte des Gebirges war.

Harz Gebirge Sprung über die Großen Sandsteinhöhlen

Nach dem Besichtigen der Höhlen stiegen wir den nahe gelegenen Berg hinauf, auf dem die Burgruine Regenstein liegt. Leider war auch diese von Menschen überlaufen. Jedoch ließen wir uns die kilometerweite Aussicht über den wundervollen Harz davon nicht verdrießen. Da die Sonne mittlerweile im Zenit stand und das Licht daher sehr hart war, schossen wir nur ein paar wenige Bilder. Wir machten uns recht bald wieder auf den Weg und erforschten noch etwas die Umgebung.

Fotografen im Harz Gebirge

Auf Grund der vorangeschrittenen Zeit mussten wir ein paar der geplanten Ziele leider streichen und konzentrierten uns dann auf die Brockenbahn als letzten Spot des Tages. So fuhren wir gen Brocken und erreichten bald die erste Haltestelle der Bahn. Von dort aus fuhren wir die Straßen parallel zur Bahnstrecke entlang und hielten die Augen nach einem schönen Areal offen – mit einem Auge immer auf der Uhr und dem Fahrplan des Zugs. Schnell wurde die Zeit bis zur nächsten Durchfahrt der Bahn knapp und endlich hatten wir eine schöne Stelle zum fotografieren gefunden.

Also sprangen wir aus dem Wagen, suchten uns in der Umgebung alle eine gute Stelle und warteten auf die Bahn. Schon aus der Entfernung hörten wir das Pochen der Bahn auf den Gleisen und dann das versichernde Geräusch – ein lautes Pfeifen! Jetzt hieß es in Stellung gehen und auf den richtigen Moment zum Auslösen warten. Mit einem Affenzahn fuhr die Bahn an uns vorbei und von außen konnten wir ein paar freudige Gesichter der Passagiere entdecken. Gerne währe ich dort auch mitgefahren, wenn es die Zeit erlaubt hätte. Das nächste mal!

Harz Mountains Brockenbahn in voller Fahrt

In diesem Augenblick drückten wir alle ab und eine Serie von Bildern brannte sich auf unsere Speicherkarten. Ich glaube der Lokführer muss sich wohl kurzzeitig wie auf einem roten Teppich gefühlt haben. Nachdem die Bahn durchgefahren war, sichteten wir die Fotos und keiner von uns war gänzlich zufrieden. Wir fackelten nicht lange, sprangen ins Auto und jagten der Bahn hinterher. Wir schafften es, sie zu überholen, als sie an einer Station hielt. Um die Bahn noch einmal frontal ablichten zu können, fuhren wir weiter und hielten noch einmal an einer geeigneten Stelle im Wald.

In Lauerstellung saßen wir im Unterholz und hörten das vertraute Pfeifen der Bahn – sie kommt! Noch einmal knipsten wir wie wild und hielten die Kamera anschließend gespannt in den Händen. Gott sei Dank! Dieses mal waren wir zufrieden und trotz der eintreffenden Dunkelheit waren die Fotos gut geworden.

Die Großen Sandsteinhöhlen im Harz

Zufrieden und kaputt packten wir uns ins Auto und machten uns auf den Rückweg nach Leipzig.
Auf dem Weg dorthin haben wir bereits unseren nächsten Trip geplant. Für uns geht es Anfang des Jahres für ein paar Tage in die Alpen. Wohin reist ihr als nächstes?

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Franz
Hat Höhenangst, aber liebt Berggipfel. / @franzferdinandmarx