Sarah und Matt Park von @thebuslife wuchsen beide in Utah auf, garnicht mal weit weg voneinander. Sarah’s Eltern waren schon immer sehr naturbegeistert und weckten durch ihre häufigen Camping Trips schon sehr früh das Verlangen in ihr, ständig Neues zu entdecken. Matt’s Vater war Skifahrer und Reiseführer für verschiedene Aktivitäten im Grand Canyon. Er lehrte Matt, dass eine tiefe Liebe zur Natur der Schlüssel zu einem glücklichen Leben ist. Über sechs Jahre ist es her, als sich Sarah und Matt durch ihre geteilte Leidenschaft für’s Klettern das erste Mal über den Weg liefen.

An ihrem zweiten Hochzeitstag im November 2014 spielten sie mit dem Gedanken einer mehrmonatigen Abenteuerreise. Mit dem Flugzeug ins Ausland? Eher nicht. Unzählige Nationalparks entdecken und auf jeden noch so irren Felsen klettern? Ja, sowas in der Art. Ein Road Trip in einem 4 Quadratmeter Van in dem gerade so genug Platz ist um die Socken zu wechseln? Ganz genau! Mit der Absicht, sich dieser Sache ein ganzes Jahr hinzugeben, sind die beiden nun schon beinahe 3 Jahre auf Achse.

Was für einen Bus fahrt ihr?

Anfangs fuhren wir einen Volkswagen T2-Bus von 1978. Nachdem wir in Utah unseren ersten Winter darin gerade so überlebten, war für uns klar, dass wir an dieser Stelle etwas Passenderes brauchen. Also kauften wir uns einen Chevy Express von 2007 mit Allradantrieb.

Wie kamt ihr an den Chevy? 

Wir haben über Monate online nach einem neuen Fahrzeug gesucht bis wir irgendwann auf ein gutes Angebot stießen. Wir wollten unbedingt einen Bus mit Allradantrieb haben da wir viel Zeit abseits der Hauptverkehrswege und in verschneiten Regionen verbrachten.

Wie habt ihr ihn eingerichtet?

Nachdem wir den Chevy gekauft hatten, schnitten wir zuallererst das Dach auf und bauten uns einen ca. 60 cm hohen Aufbau aus Holz um im Bus stehen zu können. Eigentlich wollten wir ein Dach aus Fiberglas, nur hätte das unser Budget gesprengt. Da der Van zuvor einem Kabelnetzbetreiber als Servicefahrzeug diente, war er bereits weitestgehend entkernt. Wir bauten uns ein Bett, Staufächer, Ablagen und einen Holzofen.

Sarah Matt Park Van Interieur Vanausbau

Wie finanziert ihr euch ein solches Leben? 

Matt ist Bergführer wodurch wir in den letzten Jahren jeden Sommer die Möglichkeit hatten, im Zion National Park zu arbeiten und zu leben. Daneben promoten wir Outdoor -und Kletterausrüstung verschiedener Marken.

Sarah Matt Park Vanlife On the Road

Wo wart ihr bereits überall? Welches ist euer unvergesslichstes Erlebnis? 

Schwierig zu sagen… Wir lieben es, abgelegene und unbekannte Orte Utah’s zu erkunden. Das wäre die einfachste Antwort. Egal wie weit oder wohin wir reisen, wir lieben es in die rote Wüste und in die schneebedeckten Berge zurückzukehren, um zu klettern und Ski zu fahren. Doch in den letzten Jahren sind wir quer über den Planeten gereist. Wir kletterten in Tasmanien, führten einen Aufstieg zum Kilimandscharo, fuhren mit dem Motorrad quer durch Kanada, brausten flussabwärts durch den Grand Canyon und waren ein paar Wochen in Marokko unterwegs. Und während Matt in den Bergen Alaska’s unterwegs war, fuhr ich für ein paar Monate allein mit dem Bus umher.

Sarah Matt Park Van

Welchen Rat würdet ihr anderen geben, die auch so etwas vorhaben?

Leute fragen uns oft wie man so eine Art Leben beginnt. Sie wollen wissen welches das richtige Fahrzeug für sie ist, welcher Job sich am besten eignet oder wie der perfekte Reiseplan aussieht. Wir empfehlen euch, es einfach zu machen. Der Rest regelt sich dann von ganz allein. Es gibt kein richtig oder falsch. Du hast Fähigkeiten, Pläne und Ziele welche sich von unseren oder anderen wahrscheinlich völlig unterscheiden.

Stell dich der Herausforderung, glaube fest an deine Idee und zieh die Sache durch. Wir hatten keine großen Ersparnisse als wir damit anfingen und haben geackert wie die Pferde, um uns diesen Traum zu erfüllen. Wir haben immer gehofft, dass die Dinge sich selbst regeln und alles irgendwie zueinander findet. Und wenn mal etwas nicht so funktioniert hat wie wir uns das vorstellten, dann taten wir alles Nötige um das zu ändern.

Fotos: ©Sarah & Matt Park / @thebuslife

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Ronny
Mag Menschen, die lächeln wenn es regnet. / @ronnyfri